Holzmarktbericht I 2018

Positive Vorzeichen fürs neue Jahr!

Die Lage der deutschen Wirtschaft war zum Jahresende jahreszeitlich bedingt leicht negativer eingeschätzt, als im restlichen Jahresverlauf. Im für die Forst- und Holzwirtschaft entscheidenden Bauhauptgewerbe konnte dagegen im IV. Quartal 2017 nochmals eine kleine Steigerung verzeichnet werden, was die sehr gute Geschäftslage nochmals verbesserte.

Die Preise für Nadelschnittholz waren trotz mehrerer Sturmereignisse in der zweiten Jahreshälfte stabil und die Nachfrage nach frischem Fichtenrundholz weiter hoch. Nur bei Verpackungsholz und KVH – Produkten war ein Preisdruck aufgrund des Überschusses an schlechten Rundholzqualitäten aus den Schadgebieten spürbar. Im bayerischen Staatsforst wurde der Einschlagsstop Ende November aufgehoben und der reguläre Betrieb wieder aufgenommen. Die Bereitstellung von Frischholz auch aus dem Privat- und Kommunalwald war aufgrund des schlechten Wetters jedoch ziemlich verhalten, was teilweise zu Versorgungsengpässen bei Abnehmern sorgte. Vor allem die Werke, welche im August nach Sturm Kolle laufende Verträge gekänzelt und große Preisabschläge proklamiert hatten , waren nun mehr als unterversorgt.

Bei der WBV Kronach- Rothenkirchen konnten wir für das vergangene Jahr wieder eine positive Bilanz ziehen. Die vermarktete Holzmenge lag mit ca. 26.000 Festmetern fast auf dem Vorjahresniveau. Von Sturm- und Käferkalamitäten blieben wir glücklicherweise bis auf Einzelfälle wieder weitestgehend verschont.

Auch Orkan Friedericke, welcher am 18. Januar 2018 auf den Tag genau 11 Jahre nach dem verheerenden Orkan Kyrill durch Deutschland zog, hinterließ im Frankenwald

nur kleinste Schäden.

Die Lage am Holzmarkt und die aktuellen Holzpreise sind positiv zu bewerten.

Die Preise für Fichtenlangholz liegen im ersten Quartal nach wie vor bei rund 88€/fm im Leitsortiment Fi L B 2b+. Stärkeklassenabschläge und C- Abschläge liegen bei ca. 8-11€/fm. Die Fixlängen werden 1-2€ niedriger als das Langholz bewertet, dann jedoch ohne C- Abschlag. DHolz gilt bei Lang- und Kurzholz ca. 30-56€/fm, der Käferholzabschlag liegt nach wie vor bei 15-18€/fm. In der Stärkeklasse 1a liegt der Preis in allen Qualitäten grundsätzlich im D-Bereich. Daher macht es bei der Fichte mehr Sinn, in schwachen Durchmessern Papierholz auszuhalten, was mittlerweile wieder mit 29,50€/Rm bezahlt wird. Die Kiefer gilt im Leitsortiment Kie B 2b+ bei Kurz- und Langholz bei ca. 68-70€/fm. Stärkeklassen- und C- Abschläge sind auf gleicher Höhe wie die Fichte, D-Holz ist im Bereich von 30-45€/fm angelegt. Eichenstammholz wird aktuell mit einer großen Preisspanne je nach Stärke und Qualität mit 60€/fm in der Stkl. 2b bei D-Qualität und bis maximal 400€/fm in der Stkl. 6 bei B-Qualität bezahlt. Die Buche hat sich auch wieder etwas erholt und gilt momentan ca. 51€/fm in der D- Qualität und ca. 120€/fm in der B- Qualität. Nach wie vor kaufen und verkaufen wir Brennholz für ca. 25-35€/Rm, je nach Baumart und Qualität.

Gute Preise bei der Nadelwertholzsubmission

Bei der Nadelwertholzsubmission in Himmelkron konnten wir diesmal rund 70 Festmeter Fichten und einige einzelne Tannen und Lärchen aufl egen. Der beste Stamm aus unserem Vereinsgebiet war ein Fichtenbloch aus dem Raum Teuschnitz, welches einen Wert von 536€/fm erzielte. Darüber hinaus waren mehrere Stämme im Bereich von 200- 500 €/fm dabei. Momentan anfallendes Wertholz aus dem Wintereinschlag können ohne Probleme für 130-160€/fm vermarktet werden.

Achtung beim Holzverkauf:

Die Holzpreise, die wir in unseren Rundschreiben und bei persönlichen Anfragen angeben, verstehen sich IMMER zuzüglich Mehrwertsteuer. So kommen beim Langholz bei z.B. 88€/fm bei pauschalierenden Land- und Forstwirten mit Mehrwertsteuersatz 5,5% noch 4,84€/fm dazu. Der Preis inkl. Mwst. beträgt somit 92,84€/fm. Lassen Sie sich nicht von Abnehmern täuschen, die Ihnen unsere Preise als Endpreis darstellen und diese dann geringfügig überbieten. Am besten beim Holzverkauf immer direkt bei der WBV anfragen, bei uns sind Sie gut aufgehoben!