Erstes strukturverbesserndes Einzelprojekt in Bayern erfolgreich abgeschlossen

In Neukenroth wurde eine zehn Hektar große Waldfläche am Steilhang durch den Bau von drei Rückewegen erschlossen. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach (Revierleiter Christof Maar), die Waldbesitzervereinigung Kronach/Rothenkirchen (Geschäftsführer Wolfgang Schirmer) und die Jagdgenossenschaft Neukenroth (Vorsitzender Eugen Rebhan) haben dabei zum Vorteil aller Beteiligten Hand in Hand gearbeitet. Das Neukenrother Rückewegebauprojekt ist das erste geförderte Projekt dieser Art in Bayern.

"Ich bin schon etwas stolz, dass das erste ausbezahlte strukturverbessernde Einzelprojekt im Bayern bei uns im Amtsbereich stattgefunden hat. Nur wegen der guten Zusammenarbeit von WBV, Jagdgenossenschaft, Gemeinde Stockheim, Stadt Kronach und Amt ist dies möglich geworden" sagte Forstdirektor Lüder, Bereichsleiter Forsten am AELF Kulmbach.

Mit den geförderten 3 Wegen können die Waldbesitzer ihre Flächen am Steilhang nun wesentlich besser erreichen. Diese haben eine Gesamtlänge von 1328 Metern. Weichstellen und steilere Bereiche wurden mit Schrotten befestigt. Die Gesamtbaukosten von 19.600 Euro wurden mit 13.200 Euro bezuschusst. Insgesamt 1404 Euro Förderung gab es, für geleistete Vorarbeiten der WBV als strukturverbesserndes Einzelprojekt.

Eugen Rebhan von der Jagdgenossenschaft Neukenroth hat das Projekt initiiert, Partner für die Umsetzung gesucht, erste Trassenvorschläge eingebracht und die gesamte Ausführung begleitet. Außerdem hat die Jagdgenossenschaft im Zuge der Baumaßnahmen den Ausbau eines weiteren vorhandenen Anliegerwegs initiiert und bezuschusst.

Die WBV hatte alle für den Erfolg des Projektes notwendigen Vorarbeiten zu leisten. Schwerpunkt hierbei war es, den Verlauf der Trasse mit den einzelnen Waldbesitzern abzusprechen, zu moderieren und festzulegen. Hierfür wurde eine Informationsveranstaltung abgehalten und vor Ort Einzel(Gruppen)-beratungen mit den einzelnen Waldbesitzern durchgeführt. Der zeitliche Aufwand der WBV konnte über ein sogenanntes strukturverbesserndes Einzelprojekt mit gut 1400 Euro vom Freistaat Bayern gefördert werden. Zusätzlich fungierte die WBV als Maßnahmenträger. Aufgaben waren hier die Einholung der Beteiligtenerklärungen der einzelnen Waldbesitzer, Einholung von Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange und teilweise die Übernahme des Trassenaufhiebes. „Dadurch, dass der Geschäftsführer der WBV, Wolfgang Schirmer, aus Neukenroth stammt, aus dem auch fast alle Waldbesitzer des Projektes sind, war mir klar, dass das gute Voraussetzungen sind, um das erste strukturverbessernde Einzelprojekt im Amtsbereich anzustoßen", freut sich Revierleiter Christof Maar. Durch die notwendige intensive Zusammenarbeit mit der WBV während der eineinhalbjährigen Projektphasen sei man enger zusammengewachsen und das gegenseitige Vertrauen sei gestiegen.
Nach den geleisteten Vorarbeiten übernahm das Forstrevier Kronach (AELF Kulmbach) die Umsetzung des Rückewegebauprojektes im Zuge eines Dienstleistungsauftrags. Zu dieser Aufgabe gehörte die Planung, die Trassierung im Gelände, die Bauentwurfsfertigung, die Vorbereitung und fachtechnische Mitwirkung bei der Ausschreibung und Vergabe und die Forstfachliche Bauleitung. Außerdem war das Forstrevier Kronach für die Erstellung der Förderunterlagen zuständig. „Als Revierleiter eines sehr großen Forstreviers ist es notwendig, mit verschiedenen Partnern kooperativ zusammenzuarbeiten, um den größtmöglichen Erfolg auf der ganzen Forstrevierfläche zu erreichen. Einzelkämpfertum ist hier fehl am Platz“, stellte Revierleiter Christof Maar bei der offiziellen Einweihung der drei Rückewege fest.

Erfolgreich abgeschlossen wurde das Rückewegebauprojekt Neukenroth-West. Bei der Eröffnung freuen sich über die gelungene Zusammenarbeit, von links: Forstunternehmer Gregor Völk, WBV-Vorsitzender Georg Konrad, Wald-besitzer Martin Zehnter, Bürgermeister Rainer Detsch, WBV-Geschäftsführer Wolfgang Schirmer, Revierleiter Christof Maar, Jagdgenossenschaftsvorsitzender Eugen Rebhan sowie Siegmar Müller von der bauausführenden Firma Wächter
Foto: Gerd Fleischmann