Liebe Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer,

bereits seit 1986 wird das Forstliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung, besser auch bekannt als Verbissgutachten, von den Revierförstern der Forstverwaltung durchgeführt. Im Frühjahr 2018 finden erneut Außenaufnahmen statt.

Dabei werden junge Waldbäume stichprobenartig auf Verbiss und Fegeschäden durch Schalenwild untersucht und aufgenommen.

Aus den so gewonnen Daten werden dann die Verbissgutachten für die Hegegemeinschaften erstellt. Die Forstlichen Gutachten sollen die Beteiligten vor Ort (Jagdvorstand, Eigenjagdbesitzer und Revierinhaber) in die Lage versetzen, einvernehmlich gesetzeskonforme Abschusspläne aufzustellen, denn die Bewahrung und Herstellung von standortgemäßen und möglichst naturnahen Wäldern unter Berücksichtigung des Grundsatzes „Wald vor Wild“ ist ein wichtiges forst- und jagdpolitisches Ziel in Bayern.

Zusätzlich zur Verbissaufnahme werden seit 2012 von den staatlichen Förstern Revierweise Aussagen, also auf das Jagdrevier und nicht auf die Hegegemeinschaft runtergebrochene Gutachten erstellt. Diese sind für die „roten“ Hegegemeinschaften, also diejenigen mit zu hohen oder deutlich zu hohen Verbissbelastungen verpflichtend.

In den „grünen“ Hegegemeinschaften (Wertung der Verbissbelastung 2015 als „günstig“ oder „tragbar“) dagegen werden ergänzende Revierweise Aussagen nur erstellt, wenn dies für das einzelne Jagdrevier von zumindest einem Beteiligten (Jagdvorstand, Eigenjagdbesitzer, Revierinhaber, einzelne Jagdgenossen) gewünscht wird. Mit diesen „kleinen“ Gutachten wird nochmal spezifisch auf revierebene die Verbisssituation beleuchtet.

Der Antrag soll spätestens bis 28. Februar schriftlich am AELF Kulmbach, Außenstelle Stadtsteinach gestellt werden.

Das Antragsformular für die Revierweisen Aussagen wurde auf die Homepage des StMELF gestellt und steht ab sofort unter

http://www.stmelf.bayern.de/wald/jagd/forstliches-gutachten/index.php

für jedermann zum Download zur Verfügung.

Seit 1. Januar gilt die neue waldbauliche Förderrichtlinie (WALDFÖPR2018). Anträge für die forstliche Förderung können ab sofort wieder gestellt werden. Die Pflanzung von Mischbaumarten und die regelmäßige Pflege der Bestände bereiten ihren Wald auf die Auswirkungen des Klimawandels vor. Im südbayerischen Raum haben lokale Gewitterstürme und der Borkenkäfer 2017 wieder große Schäden in den fichtedominierten Wäldern angerichtet. Auch unser Landkreis wird auf Dauer von dieser Entwicklung nicht verschont bleiben. Nutzen Sie also die Möglichkeiten des Förderprogramms um ihren Wald fit für die Zukunft zu machen!

Bis auf Maßnahmen zur integrativen Waldbewirtschaftung (z.B. Erhalt seltener Baumarten, Erhalt von Samenbäumen, Anlage von Feuchtbiotopen) und Weiserzäune sind alle Fördertatbestände freigeschaltet. Somit können auch wieder Maßnahmen wie Naturverjüngung oder Jungbestandspflege gefördert werden. Ihr zuständiger staatlicher Revierleiter berät Sie gerne vor Ort über Art und Umfang der vorhandenen Fördermöglichkeiten.